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Enkeltrick und Schockanrufe im Bodenseekreis: So durchschaue

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Enkeltrick und Schockanrufe im Bodenseekreis: So durchschaue

Enkeltrick und Schockanrufe im Bodenseekreis: So durchschauen Sie die Betrüger

💡 Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Enkeltrick funktioniert durch gezielte Verwirrung und emotionalen Druck — meist am späten Nachmittag
  • Warnzeichen sind Zeitdruck, Geheimhaltungsaufforderungen und ungewöhnliche Zahlungsmethoden
  • Im Verdachtsfall immer auflegen und unter bekannter Nummer zurückrufen — niemals Geld an unbekannte Personen übergeben

Es ist erstaunlich, wie oft Menschen auch im Bodenseekreis auf Anrufe hereinfallen, die auf den ersten Blick harmlos wirken. Ein Bekannter erzählte mir kürzlich: Er erhielt gegen 17 Uhr einen Anruf mit weinerlicher Stimme: „Opa, rate mal, wer dran ist?" Die harmlose Frage war der Anfang einer perfiden Masche. Wer solche Anrufe kennt oder vermuten lässt, dass Angehörige zum Ziel werden könnten, sollte wissen, wie der Betrug funktioniert — und vor allem, wie man ihn erkennt.

Wie der Enkeltrick funktioniert

Die klassische Variante läuft nach einem bewährten Schema ab: Der Anrufer gibt sich als naher Verwandter — meist ein Enkel — aus. Die einleitende Frage „Rate mal, wer dran ist?" soll Verwirrung stiften, damit das Opfer aus Unsicherheit einen Namen nennt. Kaum hat der Betrüger einen Namen gehört, bestätigt er diesen und baut eine emotionale Geschichte auf: ein Autounfall, eine Geldstrafe, eine medizinische Notlage. Im Bodenseekreis wie überall werden diese Geschichten so konkret erzählt, dass Angst und Sorge die Überlegung verdrängen.

Die Betrugsmaschine wandelt sich ständig

Der klassische Enkeltrick ist nur eine Variante. Immer häufiger melden sich angebliche Polizeibeamte, die von einem Unfall oder einer Straftat berichten. Andere geben sich als Anwälte aus, wieder andere behaupten, ein Corona-Test sei positiv, oder sie schildern ein Computerproblem und benötigen Fernzugriff. Selbst im Bodenseekreis werden solche Varianten regelmäßig gemeldet. Die Masche ändert sich ständig, das Ziel bleibt gleich: Geld oder sensible Daten zu ergattern.

Warnzeichen, die Sie hellhörig machen sollten

Bestimmte Merkmale sind fast immer Alarmsignale. Zeitdruck ist das erste: „Das muss jetzt sofort passieren, ich bin in Eile." Das zweite ist die Aufforderung zur Geheimhaltung: „Sag niemandem davon, auch nicht der Polizei." Auch wenn Sie aufgefordert werden, Geld durch Fremde abholen zu lassen oder über Gutscheinkarten, Überweisungen auf unbekannte Konten oder Bargeldabholungen zu zahlen — das sind sichere Zeichen. Banken und echte Behörden verlangen niemals so etwas. Wer im Bodenseekreis oder anderswo einen solchen Anruf erhält, darf skeptisch sein.

Was tun, wenn der Verdacht aufkommt?

Das Wichtigste: Legen Sie sofort auf. Nehmen Sie sich Zeit zum Nachdenken. Rufen Sie den Anrufer nicht unter der Nummer zurück, unter der er Sie erreichte — Betrüger manipulieren die Anzeige. Stattdessen wählen Sie eine Nummer aus dem Telefonbuch oder Adressbuch, die Sie selbst kennen. Bei Anrufen, die sich als Polizei ausgeben, wählen Sie die Notrufnummer 110. Im Bodenseekreis können Sie sich auch an die örtliche Polizeibehörde wenden. Wichtig: Überweisen Sie erst kein Geld, bevor Sie nicht mit jemandem gesprochen haben, dem Sie vertrauen.

Wie Familien sich schützen können

Das beste Mittel ist offene Kommunikation. Sprechen Sie mit Eltern und Großeltern offen über diese Maschen — ohne ihnen Angst zu machen, sondern mit sachlichen Informationen. Noch besser: Vereinbaren Sie ein Notfall-Codewort, das nur die Familie kennt. Wenn jemand anruft und behauptet, ein Enkel zu sein, kann die echte Familie fragen: „Was war unser Codewort?" Ein Betrüger kann das nie beantworten. Eine weitere einfache Regel: „Ich rufe dich immer selbst zurück unter der Nummer, die ich von dir kenne." Diese Regel im Bodenseekreis und überall verbreitet zu nutzen, kann viele Betrügereien von vornherein verhindern.

Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl. Wenn ein Anruf merkwürdig klingt, ist es okay, skeptisch zu sein. Die Polizeiliche Kriminalprävention und die Verbraucherzentralen bieten kostenlose Informationen zu diesem Thema. Im Bodenseekreis gibt es auch lokale Beratungsstellen, die Ihnen weiterhelfen können.

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